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63. Welt-Lepra-Tag: "Agenda 2030" hilft wegweisend bei Lepra-Arbeit

("Adventisten heute"-Aktuell, 5.2.2016) Zum 63. Welt-Lepra-Tag, am 31. Januar, hielt die Lepra-Mission Schweiz fest, dass mit Umsetzung der "Agenda 2030" der UNO und damit der Bekämpfung extremer Armut, ein Meilenstein in der Lepra-Bekämpfung erreicht werden könnte. Lepra trete überwiegend dort auf, wo Armut herrsche und es einen unzureichenden Zugang zu Medizin gebe. Alle zwei Minuten erkranke ein Mensch an Lepra, schreibt die ZEWO zertifizierte Organisation. Eigentlich sei die Krankheit heilbar, doch dazu brauche es Zugang zu Medizin und eine möglichst frühe Diagnose, da die bis zum Zeitpunkt der Behandlung entstandenen Nervenschäden nicht wieder geheilt werden könnten, schreibt die christlich-humanitäre Organisation, die sich seit über 110 Jahren für die Ärmsten der Welt engagiert, in einer Medienmitteilung.

"Agenda 2030" kann Schlüsselrolle spielen

Im Anschluss an die "Millenniumsziele 2015" hat die UNO im Rahmen der "Agenda 2030" 17 Entwicklungsziele beschlossen. Diese sehen vor, dass die internationale Gemeinschaft unter anderem die extreme Armut beendet, Ernährungssicherheit schafft und ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleistet. "Wird das erreicht, sind wichtige Schritte auch in der Bekämpfung gegen Lepra geleistet", konstatiert Markus Freudiger, Geschäftsleiter der Lepra-Mission Schweiz. Die Umsetzung müsse unverzüglich an die Hand genommen werden, sagte Außenminister Didier Burkhalter. "Ich würdige die Schweiz dafür, dass sie die nationale und internationale Umsetzung der "Agenda 2030" bereits begonnen hat", lobte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon anlässlich der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit am 22. Januar in Zürich.

Über Lepra

Laut Lepra-Mission Schweiz wird Lepra durch ein Bakterium verursacht, das mit einer rund sechs- bis zwölfmonatigen Antibiotika-Behandlung vollständig aus dem Körper entfernt werden kann. Lepra ist heilbar, die Folgeschäden aber nicht: Bereits vorhandene Behinderungen bleiben. Bei einem geschädigten Nervensystem kommt etwa das verlorene Gefühl in den Händen oder Füßen nicht mehr zurück. (APD/nsp)

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