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2. Weltkonferenz zu Lebensstil und Gesundheit der WHO und Adventisten in Genf

"Adventisten heute"-Aktuell, 18.7.2014) "Das Eintreten, die Interessenvertretung und Wirkungsweise ihrer Kirche beeindruckt mich sehr", sagte Dr. Anselm Hennis, Direktor der Abteilungen nichtübertragbare und psychische Krankheiten der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), eine Regionalorganisation der WHO, an der "Zweiten Weltkonferenz über Gesundheit und Lebensstil". Vom 8. bis 11. Juli trafen sich in der Universität Genf Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sowie 1.150 medizinisch Interessierte.
Es ging vor allem um nichtübertragbare Krankheiten und welchen Beitrag präventive Lebensstilmaßnahmen zu deren Eindämmung leisten könnten, so Adventist News Network. Die Konferenz drehte sich um auch die Frage, wie Kommunen von der weltweiten Zusammenarbeit beider Organisationen profitieren könnten.
Hennis zitierte aus zwei international anerkannten adventistischen Studien, welche zeigten, dass Vegetarier ein geringeres Risiko hätten, an nichtübertragbaren Krankheiten zu sterben, die vor allem durch schlechte Ernährung, Alkohol, Tabak und Bewegungsmangel hervorgerufen würden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gehören zur Gruppe der nichtübertragbaren Krankheiten "Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und psychische Störungen". Sie sind für "86 Prozent aller Todesfälle und 77 Prozent der Krankheitslast in der europäischen Region der WHO verantwortlich".

Düsteres Bild der weltweiten Gesundheitssituation

Dr. Hennis malte ein düsteres Bild der weltweiten Gesundheitssituation. Sie verschlechtere sich vor allem bei niedrigen und mittleren Einkommensgruppen, die besonders anfällig für nichtübertragbare Krankheiten seien. "Wir haben es mit einer auf allen Ebenen sich laufend ausbreitenden Epidemie zu tun", sagte Hennis.
Die PAHO hat vor drei Jahren mit den Adventisten eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen. Durch die Vereinbarung soll beiden Organisationen besser ermöglicht werden, lokalen Kommunen mit medizinischer Grundversorgung zu dienen. Das weltweite Netzwerk adventistischer Gemeinden, Schulen, Krankenhäuser und Kliniken soll dabei helfen. "Wir müssen von Ihnen lernen, wie wir es besser schaffen, Leben zu verändern und Menschen eine gesündere, bessere Wahl treffen", sagte Dr. Hennis.
Die Zusammenarbeit der Siebenten-Tags-Adventisten mit der PAHO entspreche einem Wunsch der WHO, Partnerschaften mit religiösen Organisationen einzugehen, die in einigen Ländern bis zu 40 Prozent der medizinischen Grundversorgung zur Verfügung stellten. Als regionaler Arm der Weltgesundheitsorganisation der UNO ist die PAHO in 35 Ländern in der westlichen Hemisphäre tätig.

Neues Raucherentwöhnungsprogramm vorgestellt

Auf der Konferenz stellte Dr. med. Daniel Handysides, außerordentlicher Professor für öffentliche Gesundheit an der Loma Linda Universität (Kalifornien), das Raucherentwöhnungsprogramm Breathe-Free 2 (Endlich frei 2.0) vor. Es baue auf den Vorgängerprogrammen auf: dem Raucherentwöhnungskurs von 1959 und dem Breath-Free-Konzept (Endlich frei).
Die Situation bei der Raucherentwöhnung habe sich stark verändert. Man müsse heute keinem Raucher mehr die Schädlichkeit des Rauchens und den Zusammenhang mit Krebserkrankungen bewusst machen. Das neue Programm baue auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, einer frei zugänglichen Website und persönlichen Beziehungen auf, die sich während des Kurses entwickelten, die oft in adventistischen Kirchenräumlichkeiten gehalten würden.
Weil viele Raucher und Raucherinnen statistisch gesehen erst zwischen dem siebten und zehnten Versuch Erfolg hätten, das Rauchen aufzugeben, sollte es "außerhalb unserer Kirchen Raucherzonen geben", sagte Handysides. Auch die Raucher sollten sich in den Kirchen der Siebenten-Tags-Adventisten willkommen fühlen. Es sei nicht die Absicht, sie damit beim Rauchen zu unterstützen, sondern man müsse die Menschen so akzeptieren, wie sie seien, und bereit sein, mit ihnen zu arbeiten, damit sie zu einem gesünderen Lebensstil finden. Beim adventistischen Gottesdienst, der oft zwei Stunden dauert, sollten Gäste auch eine Rauchpause einlegen können, heißt es in der ANN-Meldung, dies sei Teil des Konzeptes von Breathe-Free.
Das ganze Material von Breathe-Free2 ist frei zugänglich und kann kostenlos heruntergeladen, sowie selbständig befolgt werden. Die Unterlagen sind in Englisch erhältlich. Eine spanische Version soll im August online gestellt werden. Anschließend seien Übersetzungen ins Deutsche, Finnische, Polnische und Russische geplant. In Deutschland werden die Endlich-frei-Raucherentwöhnungen vom Deutschen Verein für Gesundheitspflege e. V. angeboten. (APD/tl)


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