Die Freie Evangelische Schule (FES) Dresden hat am 2. März den Neubau für ein Gymnasium in einem Festakt offiziell eingeweiht. Das Gebäude kostete rund 28 Millionen Euro und ermöglicht es Kindern, erstmals ihre gesamte Bildungslaufbahn vom Kindergarten bis zum Abitur auf dem Schulcampus zu durchlaufen. Laut FES sollen dort künftig bis zu 1.200 Schüler lernen – davon etwa 300 in der Grundschule, 300 an der Oberschule und rund 600 auf dem Gymnasium. Das Projekt sei ohne staatliche Fördermittel finanziert worden. Die Bauarbeiten begannen im April 2024 und dauerten rund anderthalb Jahre.
Kultusminister Clemens: Konzepte wegweisend für die Bildungslandschaft
Mit über 100 Gästen, darunter Vertreter aus Politik und Kirche, markierte die Einweihungsfeier den Abschluss eines „Mammutprojekts“, so die FES. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) betonte in seiner Rede, dass öffentliche Schulen von der Freien Evangelischen Schule lernen könnten – insbesondere im Hinblick auf deren pädagogische Ansätze. Ihre Konzepte, etwa das selbstorganisierte Lernen und die gemeinsame Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6, seien wegweisend für die Bildungslandschaft der Zukunft. Dresdens Erster Bürgermeister Jan Donhauser (CDU) bezeichnete den Neubau als Bereicherung des Bildungsangebots der Landeshauptstadt. Die hohe Nachfrage nach Plätzen an der FES sei ein deutliches Zeichen für die Qualität und Beliebtheit der Schule.
FES-Leitmotiv ist das „Hauptfach Mensch“
Das pädagogische Konzept der FES zeichnet sich nach Angaben der Schule besonders durch das Leitmotiv „Hauptfach Mensch“ aus. Dabei bilde das christliche Menschenbild das Fundament für eine wertschätzende Atmosphäre und eine beziehungsorientierte Pädagogik. Die Architektur des Neubaus orientiert sich am Schulmotto „Miteinander glauben. Lernen. Leben“, heißt es. Entstanden sind demnach großzügige, lichtdurchflutete Flure, die auch als Lern- und Begegnungsräume genutzt werden. Das Gebäude verfügt nach Angaben der Schule über eine Bruttogrundfläche von mehr als 9.700 Quadratmetern. Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielten beim Bau eine Rolle: Auf dem Dach erzeugen 132 Photovoltaikmodule Strom, zudem sorgt eine große Versickerungsanlage dafür, dass Regenwasser umweltschonend versickern kann.
