Menü
Sie sind hier:

Neue digitale Plattform für christliche Gemeinden geplant

Von: nicole Datum Beitrag: 13.02.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , ,

Ein überkonfessionelles ehrenamtliches Team aus Sachsen arbeitet an einer neuen digitalen Plattform für christliche Gemeinden. Die App mit dem Namen „chaple“ soll künftig Gottesdienste, Gruppenangebote und Veranstaltungen sichtbar machen sowie interne Organisation und Kommunikation bündeln. „Wir wollen die Basisarbeit der Gemeinden erleichtern und zugleich die vielfältigen Angebote der Kirchen besser sichtbar machen“, sagte Initiator Frieder Nollau der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Die geplante App – auch per Browser nutzbar – soll es ermöglichen, Gruppen und Veranstaltungen direkt durch Verantwortliche einzupflegen. Gemeindemitglieder sollen sich darüber selbst organisieren und unkompliziert miteinander kommunizieren können – ohne den Umweg über das Gemeindebüro. Änderungen würden sofort für Mitglieder und Interessierte sichtbar. Das stärke Ehrenamtliche und entlaste Hauptamtliche.

Übergemeindliche Suchmöglichkeit

Geplant ist zudem eine öffentliche Suchfunktion: Wer etwa in Leipzig einen Chor sucht, soll sich alle entsprechenden Angebote mit Ansprechpartnern anzeigen lassen können – auch ohne Gemeindemitglied zu sein. „Unser Ziel ist es, die Vielfalt kirchlicher Angebote regional und überregional leicht auffindbar zu machen und gleichzeitig die interne Kommunikation zu vereinfachen“, so Nollau. Inhaltlich versteht der Leipziger „chaple“ als Projekt „von der Basis für die Basis“. Kirche werde nicht von bestehenden Verwaltungsstrukturen her gedacht, sondern vom Nutzer aus: „Was läuft vor Ort? Und wie wird es auffindbar?“

Erste Version frühestens 2027

Das Projekt steht zurzeit noch am Anfang der Umsetzungsphase. Mit einer ersten Version rechnen die Initiatoren frühestens 2027. Die Entwicklung erfolgt bislang vollständig ehrenamtlich neben Beruf und Familie – das sei zugleich die größte Herausforderung. „Der Engpass ist die Zeit“, sagt Nollau. „Viele fragen uns: ‚Wann seid ihr fertig? Wir brauchen das.‘ Aber bis zur ersten Version liegt noch ein längerer Weg vor uns.“ Deshalb suche das Team weitere Mitstreiter, die ehrenamtlich Zeit und fachliche Kompetenzen einbringen möchten. Die Nutzung der Plattform soll kostenlos bleiben. Finanziert werden soll das Projekt langfristig über Spenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert