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Warten auf Gott

Von: nicole Datum Beitrag: 23.01.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , ,

„Darum harrt der Herr darauf, dass er euch gnädig sei, und darum macht er sich auf, dass er sich euer erbarme; denn der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!“ – Jesaja 30,18

Harren. Ein fremdes Wort in unserer heutigen Welt. Es ist nicht nur fremd, weil es viele nicht mehr kennen – auch die Bedeutung ist fremd. Harren. Aktives Warten. Angespanntes Aushalten. Jesaja musste damals den Menschen in Jerusalem und rundherum deutlich machen, wie Gottes Gericht sie treffen wird. Eine schwierige Aufgabe, denn niemand wollte ihm zuhören. Aber auch ohne Jesaja zu hören ahnte man, dass die nächsten Zeiten schwierig werden würden. Deswegen wurden Pläne und Strategien entwickelt. Man schloss mit den Ägyptern Allianzen in der Hoffnung, militärische Hilfe von ihnen zu erhalten. Menschen überlegten pragmatisch, wie sie sich verteidigen könnten. Berechtigte Gedanken – und trotzdem klagt Gott sein Volk an: „Weh den abtrünnigen Kindern, spricht der Herr, die ohne mich Pläne fassen“ (Jesaja 30,1). Der Versuch, sich selbst zu retten, führte dazu, dass sie den Allmächtigen hinter den Geschehnissen nicht sahen. Dabei wartete Gott darauf, dass das Volk den Blick auf ihn richtete – zu ihm umkehrte. Er harrte darauf, sich zu erbarmen.

Ein Perspektivwechsel ist die Lösung

Wir Menschen sind wunderbare Planer. Ich bin sicher, dass sich Gott über viele unserer Pläne freut. Aber nicht über alle. Manchmal ist die Lösung nicht eine noch bessere Strategie, sondern ein Perspektivwechsel. Auf wen trauen wir, wenn es schwierig wird? Auf welche Rettung harren wir? „Darum verlasst euch auf den Herrn immerdar; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich“ (Jesaja 26,4). Lassen Sie uns auf Gott harren! Seine Verheißungen stehen fest. Er wartet darauf, seine Gnade zu zeigen. Es lohnt sich, auf Gott zu harren.

Die Autorin, Sophia Spahn, ist Vikarin in der württembergischen Landeskirche in Neubulach im Landkreis Calw.

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