Die CDU-Fraktion im hessischen Landtag hat eine Initiative zum Erhalt von Kirchengebäuden gestartet. Zum Auftakt veranstaltete sie einen „Kongress für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ in Wiesbaden, an dem Vertreter aus Politik und Kirchen teilnahmen. „Kirchen prägen seit Jahrhunderten unsere Städte und Dörfer. Sie sind Glaubensräume, Erinnerungsorte und identitätsstiftende Symbole – Sakralgebäude sind Heimat“, erklärte die CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus. Ihre Erhaltung sei nicht nur eine Aufgabe für die Kirchen, sondern auch für die Gesellschaft. Das Ziel der Initiative sei, „den Erhalt und die mögliche multifunktionale Nutzung von Kirchengebäuden als Orte zwischenmenschlicher Begegnungen sicherzustellen“. Dafür müssten konkrete Konzepte für eine dauerhafte Zusammenarbeit von Kirchen, Staat und Zivilgesellschaft entwickelt werden.
Auf dem Kongress diskutierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen über Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die künftige Rolle von Kirchengebäuden. Außerdem wurde bei dem Treffen eine „Wiesbadener Erklärung“ verabschiedet, in der sich die CDU-Landtagsfraktion und Vertreter der beiden großen Kirchen in dem Bundesland zu einer weiteren inhaltlichen Zusammenarbeit verpflichteten. Von evangelischer Seite unterzeichneten die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Christiane Tietz (Darmstadt), und die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann (Kassel), die Erklärung.
